HeaderPicture

“Aktuelle Informationen”

HeaderPicture
18.10.2021 18:06:10 18.10.2021 18:06:10
HeaderPicture
Neues vom Oktober:
Steueränderungen 2017 + 2018
vom: 22.10.2017
Einkommensteuer Die Grenze für sog. Geringwertige Wirtschaftsgüter wird ab dem 01.01.2018 von EUR 410,00 auf EUR 800,00 angehoben. Hierbei handelt es sich um Nettobeträge also ohne Umsatzsteuer. Wirtschaftsgüter, deren Nettowert unter EUR 250,00 liegt, können sofort abgeschrieben werden. Die Grenzen gelten sowohl im betrieblichen als auch im beruflichen Bereich. Zuzahlungen des Arbeitnehmers zu einem vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten PKW mindern unter bestimmten Voraussetzungen den steuerlichen Sachbezugswert. Umsatzsteuer Die Grenze für sog. Kleinbetragsrechnungen, bei denen Erleichterungen an die Form der Rechnungen gestellt werden, wurde ab dem 01.01.2017 von EUR 150,00 auf EUR 250,00 angehoben. Betriebsrentenstärkungsgesetz Mit dem Ziel, die betriebliche Altersversorgung zu verbessern. Die Grenzen für die Steuerbefreiung wurden angehoben. Diese Grenzen gelten allerdings nicht für die Sozialversicherung. Werden Zuschüsse zu kapitalgedeckten betrieblichen Altersversorgungen vom Arbeitgeber gezahlt, reduziert sich die Lohnsteuer um 30 % des Zuschusses. Voraussetzung: - Das Bruttogehalt des Arbeitgebers übersteigt nicht EUR 2.200,00 - Mindestzuschuss EUR 240,00 bis höchstens EUR 480,00 jährlich - Lohnsteuerermäßigung 30 % des Zuschussbetrages Die Grundzulage in der Riester-Förderung steigt von EUR 154,00 auf EUR 175,00.
_____________________________________________________________
Internationale Umsatzsteuer
vom: 22.10.2017
Es stehen möglicherweise einige Veränderungen in der Umsatzsteuer für Nachbarländer an, die es künftig zu beachten gilt. Polen: In Polen wurde ein Vorschlag zur Änderung des Umsatzsteuergesetzes eingebracht. Danach ist vorgesehen, ein sog. Split-Payment-System einzuführen. Dies hat zur Folge, dass ggf. ab 2018 lediglich der Nettobetrag an den Auftragnehmer auf dessen Konto bei einer polnischen Bank zu überweisen ist. Die Umsatzsteuer ist auf das Umsatzsteuerkonto des Leistenden beim Fiskus einzuzahlen. Daneben gibt es neue Meldepflichten für Unternehmen „SAF-T“ (Standard-Audit File for Tax, vergleichbar mit der Abgabenordnung). Ab dem 01.09.2017 müssen Unternehmen täglich Details zu Banküberweisen an den Fiskus übermitteln. Meldepflichtig sind Unternehmen, die in den letzten beiden Geschäftsjahren mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigten und deren Weltumsatz mehr als 2 Mio. EUR betrug. Bisher ist nicht bekannt, ob nur in Polen ansässige Unternehmen hiervon betroffen sind oder auch Unternehmen, die eine feste Niederlassung in Polen haben. Rumänien: Das Land plant oder beabsichtigt ebenfalls ab dem 01.01.2018 das vorgenannte Split Payment-System einzuführen. Schweiz: Unter bestimmten Voraussetzungen sind ausländischen Unternehmen in der Schweiz registrierungspflichtig, wenn sie in der Schweiz steuerpflichtige Umsätze tätigen. Die Grenze ist mit einem Weltumsatz von CHF 100.000 p. a. niedrig. Bemessungsgrundlage für den Weltumsatz ist der Betrag, der nach Schweizer Recht nicht von der MwSt ausgenommen ist. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Unternehmen aber ausgenommen, z. B. wenn der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer schuldet. Dies sollte im Einzelnen aber geprüft werden.
_____________________________________________________________